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AC/DC – Rockhighlight des Jahres
vor 60.000 Zuschauern

8 Jahre haben sie auf sich warten lassen – aber das Warten hat sich gelohnt. AC/DC kehrt zurück mit einem tollen Album und alle Deutschland-Konzerte sind in Windeseile ausverkauft. Pflichttermin natürlich auch für den Power Of Rock e. V..

Mit über 50 Rockfans geht es mit dem Rock´n´Roll-Train auf nach Schalke. Eine bunt gemischte Truppe von 9 bis 59 Jahren fiebert dem Auftritt der „Rock-Dinos“ entgegen.

Aufgrund eines mächtigen und nicht eingeplanten Staus gehen die Getränkevorräte leider vorzeitig zu Neige und der Rostschutz der Autobahnleitplanken wird durch die Sauerländer Abordnung etwas in Mitleidenschaft gezogen. Die Verzögerung hat aber auch Vorteile; zum einen bleibt uns die drittklassige Vorband „Cane“ erspart, zum anderen müssen nicht eher als nötig die überteuerten Bierpreise bezahlt werden.

Pünktlich zum Start der „ernsthaften“ Vorband „The Answer“ dürften sich alle Mitfahrer in der „Open-Air“-Arena mit geschlossenem Dach eingefunden haben. Der bereits gut gefüllte Spielplatz der künftigen Magath-Elf und der riesige Bühnenaufbau machen schon mal mächtig Eindruck; schwarzgewandte Menschen, wo man hinguckt. Die irische Vorgruppe überzeugt mit ihrem Classic Rock á la Led Zeppelin; der volle Sound wird ihnen aber leider noch verwehrt.

Die Stimmung steigt, das gespannte Publikum feiert sich selbst und die kurze Umbaupause mit der ein oder anderen La Ola. Und dann geht’s auch schon los!

Nach einem kurzen Comic-Clip rast der Rock´n´Roll-Train von Pyros begleitet auf die Bühne und die Stimmung entlädt sich, die Meute explodiert geradezu. Die Band um die Young-Brüder wird gefeiert, als wäre sie nie weg gewesen. Und die Jungs geben wirklich alles - eine spektakuläre Bühnen-und Lightshow und eine unbändige Action, die eine Vielzahl junger Bands alt aussehen lässt; selbst der Sound kann sich unter den erschwerten Bedingungen hören lassen.

Zwei Stunden mischen sich die größten Klassiker mit neuen Stücken, die verständlicherweise gegen die Konkurrenz etwas abfallen. Brian Johnson, und vor allem der Gitarren-Irrwisch Angus Young, füllen die riesige Bühne und die unendlich lange Egostage problemlos mit Leben. Natürlich kommen sämtliche Trademarks, wie Glocke, Kanonen und eine über 20m hohe aufblasbare Rosie (reitenderweise auf der Lok) zum Einsatz. Aber was die Band wirklich ausmacht, ist das Maskottchen, der Hauptdarsteller und der Liebling der Massen in Personalunion – Angus Young - sein 15-minütiges Solo während „Let There Be Rock“ unter Nutzung einer hydraulischen Plattform ist das eigentliche Highlight eines grandiosen Abends.

Auch die negativen Begleiterscheinungen, die dem Veranstalter zuzuschreiben sind (Stau bei Anreise, Chaos auf Parkplätzen vor und nach dem Konzert, Bierpreise) können dem tollen Konzerterlebnis nichts anhaben. Und so sieht man auf der Rückfahrt auch nur glückliche und zufriedene Gesichter im Bus. Hoffen wir mal, dass es nicht der letzte Auftritt der Aussies auf deutschem Boden war.

In diesem Sinne, Rock On!

Tobi Beule

 

Setlist:

  • Rock´n´Roll Train
  • Hell Ain't A Bad Place To Be
  • Back In Black
  • Big Jack
  • Dirty Deeds Done Dirt Cheap
  • Shot Down In Flames
  • Thunderstruck
  • Black Ice
  • The Jack
  • Hells Bells
  • Shoot To thrill
  • War Machine
  • Dog Eat Dog
  • Anything Goes
  • You Shook Me All Night Long
  • TNT
  • Whole Lotta Rosie
  • Let There Be Rock
  • +++
  • Highway To Hell
  • For Those About To Rock
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