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Magnum in Bad Arolsen

Am ersten Oktoberabend 2009 war das Outback in Bad Arolsen das Ziel des POR. Eine relativ neue Location, die man sich merken sollte (www.outback-badarolsen.de). Eine illustre Truppe von 14 Leuten freute sich auf die Hauptprotagonisten des Abends: die britischen Altrocker Magnum.

Zunächst stand jedoch die Vorgruppe Soley Mourning auf der Bühne. Die ebenfalls von der Insel stammende Band wusste sich von Song zu Song zu steigern. Highlight war sicherlich das abschließende Dylan-Cover „All Along The Wachttower“, wobei die Interpretation eher der Hendrix-Version angelehnt war. Guter Auftritt.

Nach kurzer Umbau- und Pinkelpause folgten die Mannen um Bob Catley und Tony Clarkin. Nachdem im vergangenen Jahr das 20-jährige Jubiläum der Wings of Heaven-Scheibe gefeiert wurde und die Setlist fast durchweg aus Klassikern bestand, konzentriert sich das aktuelle Programm auf den aktuellen Output „Into the Valley of the Moonking“ und die beiden ebenfalls gutklassigen Vorgängeralben. Dass die neuen Stücke auch live so gut funktionieren, spricht für die Qualität der letzen Veröffentlichungen.

Mr. Catley, dem man die fast 40 Jahre Sex, Drugs & Rock´n´Roll immer deutlicher ansieht, ist stimmlich immer noch voll auf der Höhe und hat es noch nicht nötig seine Knie singen zu lassen (kleiner Insider für Mitfahrer der Whitesnake-Tour). Seine unkonventionellen Bewegungen sorgen hier und da für leichtes Schmunzeln; sind aber zu einem festen Markenzeichen und Bestandteil der Show geworden. 

Tony Clarkin hat dagegen auf der Bühne den Bewegungsradius einer Straßenlaterne, aber sein Gitarrenspiel ist über alle Zweifel erhaben. Leider fällt sein Solo beim hervorragenden „When we were younger“ technischen Problemen zum Opfer. Auch Mark Stanway (Keyboard), Allan Barrow (Bass) und Harry James (Drums) machen einen erstklassigen Job; hinzu kommt der sehr gut abgemischte Sound.

In der zweiten Hälfte des rd. 1 ½-stündigen Programms darf natürlich der ein oder andere Klassiker nicht fehlen. Songs wie „Les morts dansant“ oder „All England´s Eyes“ oder die beiden Zugaben werden natürlich von den rd. 400 Besuchern besonders lautstark abgefeiert. Einer der Höhepunkte in der Setlist ist das 11-minütige „Don´t wake the lion“.

Die Unart, die Konzertbesucher nach den Zugaben in kürzester Zeit aus dem Saal zu komplementieren, wird im Outback nicht praktiziert. Großes Lob hierfür! So ergibt sich für das ein oder andere POR-Mitglied beim Absacker noch die Gelegenheit auf ein Schwätzchen mit der Band. Und so kann sich auch Sänger Bob Catley seinen lang gehegten Wunsch erfüllen: Fotos mit Schorsch und den beiden Tobis aus dem Sauerland ;-) 

Fazit: Wieder mal ein Highlight, bei dem der POR zugegen sein durfte. Eventuell hätte noch der ein oder andere Klassiker am Anfang (ich denke hier z.B. an „How far Jerusalem“) der Stimmung gut getan. Aber auch so freut man sich auf ein Wiedersehen mit den sympathischen Briten. Vielen Dank an Sunday für die Orga!

Tobi

Setlist (ohne Gewähr)

Cry to yourself
Take me to the edge
Brand new morning
The moon king
When we were younger
No one knows his name
Dragons are real
Face in the crowd
We all run
Les morts dansant
All my bridges
All England´s eyes
Don´t wake the lion
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Vigilante
Kingdom of madness

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