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Auf den „Wings of Heaven“ zum „Kingdom of Madness“ oder POR besucht MAGNUM in der Bochumer Matrix
Am Samstag, den 17. Mai 2008 war es wieder soweit:
Power of Rock on tour!
Diesmal verschlug es den Bad Fredeburger Rockverein in den tiefen Westen, genauer gesagt in die Matrix nach Bochum-Langendreer ( Hinweis: der POR war dort bereits im Herbst 2003 zu Gast beim Schweizer Doppelpack „Krokus/Shakra“).
Die 14-köpfige Truppe der Rockfans machte sich am Nachmittag gutgelaunt mit Korte-Reisen auf den Weg und kam überpünktlich am Ort des Geschehens an. Dort, vom Chef Gerd Korte persönlich in der Kälte stehengelassen, wartete man geduldig auf den Einlass. Und siehe da, ehemalige Fußballprofis rocken auch:
Denn Thomas Strunz, ehemaliger Bayern- und Nationalspieler, eher bekannt durch die berüchtigte Pressekonferenz seines ehemaligen Vereinstrainers Giovanni Trapattoni (...“ was erlaube Strunz... gespielt wie eine Flasche leer..“) als durch fußballerisches Können ( Läster... man könnte sich an dieser Stelle auch noch über seine Ex Claudia, jetzt Effenberg, auslassen), gesellte sich ebenfalls unter die Wartenden.
Bevor ich nun zum eigentlichen Thema komme, soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass einige Kollegen des POR noch eine zweite Begegnung mit diesem Herrn Strunz auf der Toilette hatten und der arme Kerl auch dort intensivst und standesgemäß belästigt wurde ;-)
In der mehretagigen Matrix - eigentlich eine Disco - angekommen, konnte sich der Haufen noch schnell am heimischen Gerstensaft der Marke Grevensteiner stärken, bevor es quasi unter Tage in das Kellergewölbe zum eigentlichen Konzertsaal ging. Als Opener für Magnum trat die junge englische Band ULX auf (Achtung: nicht zu verwechseln mit HUXEL, wie der Verfasser dieses Berichtes den übrigen Leuten glauben machen wollte).
Der Vierer war musikalisch irgendwie nicht einzuorden, bot aber handwerklich einwandfreie Arbeit. Besonders der Sänger gefiel durch eine aussergewöhnliche und eingenständige Stimme, auch wenn man bei Betrachtung seiner Augen und des Gezappels eher auf den Einfluss von bewusstseinserweiternden Drogen tippen könnte....
Sei´s drum, die Band war mehr als ein Support und brachte als Höhepunkt noch eine völlig diffuse, aber coole Version des Pink Floyd-Klassikers „Comfortably Numb“.
Nach einer ¾- Stunde und einer kurzen Umbaupause kamen die Herren Clarkin, Catley und Co. zu Ehren.
Die mittlerweile über 30-jährige Karriere der Briten MAGNUM hat mit den letzten beiden Studio-Outtakes wieder einen ordentlichen Pusch bekommen und so zählen sie heuer wieder zu den herausragendesten Bands im Bereich AOR/Hardrock. Und auch live gehören sie zum Besten, was ich bisher gehört habe....
Anlass der Tour war „The 20th Anniversary of Wings of Heaven“, dem Erfolgsalbum aus dem Jahre 1988, das kommerziell den Höhepunkt der Band beschrieben hat. Grund genug diese Tour nach diesem Titel zu benennen, zumal auch das komplette Album live dargeboten wurde. Den Anfang des knapp 2-stündigen Konzerts aber machten einige neuere Stücke vom superben 2007er Album „Princess Alice& the broken Arrow“ gefolgt von Alltime-Klassikern aus den Zeiten von „On a story teller´s night“, „Vigilante“ und „Kingdom of Madness“. Höhepunkt des Konzertes war wie bereits erwähnt die Darbietung des kompletten Albums „Wings of heaven“ mit den Highlights „Days of no trust, Pray for the day und Don´t wake the lion“.
Und nicht nur die in die Jahre gekommenen Rocker schwelgten in Erinnerung, auch ein großes junges Publikum füllte das Kellergewölbe der Matrix. Als Rausschmeisser dann noch das obligate „Sacred Hour“ und die geschätzen 500 Zuhörer konnten glücklich nach Hause fahren oder in den zahlreichen übrigen Locations der Matrix weiter feiern.
Auch für die PORler ging es vereinbarungsgemäß gegen 0.00 Uhr Richtung Heimat. Dass aber das Rockbusiness für alle Beteiligten doch sehr hart sein kann, davon konnten wir uns sozusagen als Zeitzeugen ein Bild machen: die Vorband ULX musste vor unseren Augen ihre Prütteln eigenhändig und ohne Unterstützung shutteln. Das wiederum war für Tobi B. eine willkommende Gelegenheit kurz den Sänger in unseren Bus zu bitten, damit dieser sich als Belohnung wenigstens etwas abfeiern lassen konnte und sogar von einem (hier nicht namentlich erwähnten) weiblichen Teilnehmer gebusselt wurde ;-)
Da bleibt mit jetzt nur noch zu sagen: Schön war´s - nein das ist untertrieben: es war ein absolutes musikalisches Highlight und wieder mal eine super gelungene Fahrt des Power of Rock e. V.
Somit gilt Tobi B. für die hervorragende Organisation der Tour ein besonderes Dankeschön. Weiter so und bitte bald wieder.....
Schorsch „The Scripter“ Nitschke
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