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POR meets Guitar Gangster
Ziemlich kurzentschlossen und spontan verirrten sich 4 Mitglieder des POR am Donnerstag, den 23.Oktober ins Kölner Palladium.
Ursache dieser Aktion war der glückliche Umstand, dass der Verfasser dieser Zeilen 2 Freikarten inkl. Meet&Greet für das Konzert der „Elvismetaller“ VOLBEAT gewonnen hatte. Und so machten sich der Hahne, Biers „Gottfried“, der Cashman und der Scripter auf den Weg in die große weite Stadt; die beiden fehlenden Karten konnten kurzfristig im Internet besorgt werden.
Trotz einiger Verkehrsstockungen, etwas umfangreicher Parkplatzsuche und der argen Befürchtung, das Meet&Greet um 19:30 Uhr mit den vier Dänen aufgrund der fortgeschrittenen Zeit verpasst zu haben, konnte man nach dem Anruf beim Tourmanager aufatmen:
Das Treffen mit dem Metal/Rockabilly-Vierer wurde auf ca. 21:00 Uhr verschoben - aber dazu gleich mehr.
Als die 4 Rocker gegen 20:00 Uhr endlich das Palladium betraten, spielte bereits eine deutsche Punkband namens Serum 114. Es gab aber keinen Grund sich wegen der Verspätung zu ärgern: die Truppe konnte die Metalheads aus dem Sauerland nicht vom Hocker reißen - es war „nur schlichte Punkmucke“. In der kurzen Umbaupause machte man den Test, inwieweit man mit 4 Mann und nur 2 gültigen VIP-Ausweisen auf die Empore und damit zum Backstagebereich gelangen konnte. Der nette Event Steward - nennt sich die Security heutzutage so? - ließ vorerst nicht mit sich reden, wir sollten es kurz vor neun nochmal versuchen.
Also stapfte man zurück in den Innenraum und tat sich für die ersten paar Stücke die US-Amerikanische Crossovertruppe Stuck Mojo an. Ein Intro bestehend aus Pink Floyds „The Wall“ war noch das Beste an dem Gig: das Gerappe von dem großen schwarzen Mann nervte ziemlich schnell, obwohl die Herren musikalisch eine einwandfreie Live-Show geboten haben. Natürlich ist das Geschmacksache - aber uns hat es nicht wirklich interessiert.
Dann schlug die große Stunde:
Power of Rock meets VOLBEAT!
Der bereits erwähnte Security-Mensch war plötzlich gar nicht mehr so stur und wir konnten doch zu viert in die „heiligen Hallen“. Gegen 21:15 Uhr betraten wir mit einigen anderen Gewinnern die Kabine der dänischen Aufsteiger und durften für ca. 5-10 Minuten “smalltalken”. Nebenbei bemerkt war die Räumlichkeit sehr beengt; kein Vergleich zu dem Luxus, den der Power of Rock GOTTHARD in 2006 geboten hat;-)
Die 4 Jungs sind äußerst nett, auch wenn der Kopf und Sänger der Truppe, Michael Poulsen, etwas angespannt und wortkarg vor dem Gig wirkte. Selbstverständlich konnten wir uns von den „Guitar Gangsters“ Autogramme geben lassen (siehe Fotos), dieselben Fotos mit der Band zusammen blieben uns allerdings verwehrt mit dem Hinweis, wir würden sie ja später nach dem Konzert noch treffen und dann welche machen können.
Der Gig war eine einmalige Sache, denn der etwa 100-minütige Auftritt war das Rock´n´roll-Erlebnis pur. Der Mix aus Metal, Rockabilly, Country, und und und.... ist offenbar sehr gefragt, denn es hatten sich Fans aus allen möglichen Rockbereichen im Palladium eingefunden. Die Band, die mit ihrem eigenen Stil eine Art Marktlücke gefunden hat, wurde von der ersten bis zur letzten Minute von den geschätzen 3.000 Leuten wahnsinnig gepuscht und frenetisch gefeiert. Der Hauptteil des Programms bestand natürlich aus dem frisch erschienenen 3. Album „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“ - superbe Scheibe übrigens!!!
Möglicherweise sind VOLBEAT das nächste große Ding im Metal-Business, denn selten habe ich eine so frische, ehrlich rackernde Newcomerband erlebt. Wer auf Metallica-Riffs steht, oder auf die Stimme von Elvis, den Rockabilly der Fifties liebt, oder Country-Legende Johnny Cash verehrt - dies alles wird bei dem dänischen Powerquartett sensationell umgesetzt.
Apropos: einen kleinen Seitenhieb auf die „erfolgreichste Metalband der Welt“ kann ich mir nicht verkneifen.
Metallica sollten sich mal das Songwriting und die Leidenschaft der Songs der Dänen anhören, dann kommen sie vielleicht auch wieder bei ihren alten Fans zu Ehren (die frühen Jahre vor Load/Reload sind hier gemeint ) ... kurzum, man merkte den „Guitar Gangsters“ ihren Spaß an und die teilweise etwas längeren Ansagen von Herrn Poulsen belegten nur die ehrliche Wertschätzung gegenüber ihren elektrisierten Fans und die Ergriffenheit vor so einem vollen Haus abrocken zu dürfen.
Leider konnten wir dann trotz Verbleibens in der Halle kein Foto mehr zusammen mit der Band schießen, da sie wohl doch schon früh verschwunden waren – schade, aber leider nicht zu ändern.
Was wirklich zählt ist das tolle Live-Erlebnis und dass wir eine noch relativ neue, aber hoffentlich bald sehr große und berühmte Band erleben durften.
VOLBEAT haben es wahrlich verdient.
The Scripter
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